Tage der Kette
Cherbourg hält uns weiter in seinem Bannkreis. Wir haben uns dazu entschieden, die anfälligen Arbeiten hier durchzuführen. Immerhin sind wir in guter Gesellschaft. Gegenüber liegt ein Argentinier. Er hat sich eine Leine eingefangen und nun wartet er auf die Reperatur von Ruder und Getriebe. Ein Stück weiter liegen Dänen mit Motorproblemen. Deutsche, die die kalten Tage abwettern wollen. Norweger, Holländer, Engländer. Der Gästesteg ist das Sammelbecken von vom Unstern geplagten Seglern. Niemand ist hier, weil er hier sein wollte. Und doch bleiben alle. Wir auch. Zumindest vorerst. Dann fahren wir nach Deutschland. Wir haben eine neue Windsteueranlage aufgetan, sie liegt bei Windpilot in Hamburg, bereit zum Abholen. Ein Stück Zukunft, das noch nicht hierher passt. Jenny beginnt ihren Job in Kiel. Ein klarer Schnitt durch diese Zeit im Hafen und ich kehre allein zurück. Der Hafen empfängt mich unverändert. Als wäre ich nie weg gewesen. Vielleicht war ich es auch nicht. Der Himmel ki...







